Der handwerkliche Kern des Gewerks — und der Teil, der sich am stärksten verändert hat. Viele Betriebe schleifen längst nicht mehr selbst, sondern beziehen fertig gerandete Gläser aus Zentrallaboren, in denen automatisierte Anlagen im Schichtbetrieb arbeiten. Beide Welten suchen Personal, aber sie suchen Verschiedenes: Die Ladenwerkstatt braucht jemanden, der Einzelstücke löst, Bohrbrillen fertigt und Reparaturen rettet; das Zentrallabor braucht Menschen, die Anlagen führen und Qualität sichern. Für Bewerberinnen und Bewerber ist die Frage, welche der beiden Arbeitswelten sie wollen, wichtiger als der Stundenlohn.
Eine wachsende Landeshauptstadt mit gehobener Kaufkraft und einem großen Umland, das nach Potsdam orientiert ist. Im benachbarten Rathenow liegt die Wiege der deutschen optischen Industrie — dort wurden Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Brillengläser in Serie geschliffen. Berlin ist mit der S-Bahn erreichbar, der dortige Arbeitsmarkt damit vollständig offen.
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