Der handwerkliche Kern des Gewerks — und der Teil, der sich am stärksten verändert hat. Viele Betriebe schleifen längst nicht mehr selbst, sondern beziehen fertig gerandete Gläser aus Zentrallaboren, in denen automatisierte Anlagen im Schichtbetrieb arbeiten. Beide Welten suchen Personal, aber sie suchen Verschiedenes: Die Ladenwerkstatt braucht jemanden, der Einzelstücke löst, Bohrbrillen fertigt und Reparaturen rettet; das Zentrallabor braucht Menschen, die Anlagen führen und Qualität sichern. Für Bewerberinnen und Bewerber ist die Frage, welche der beiden Arbeitswelten sie wollen, wichtiger als der Stundenlohn.
Die Berliner Hochschule für Technik bildet in Augenoptik und Optometrie akademisch aus — einer der wenigen Standorte in Deutschland, und der einzige im Nordosten. Dazu sitzt hier der größte deutsche Online-Optiker mit eigenen Ladengeschäften, was die Stadt zu dem Ort macht, an dem sich stationärer und digitaler Vertrieb am direktesten begegnen. Die Charité ergänzt die klinische Seite. Nirgends stehen mehr Standorte auf engem Raum.
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