Der Bereich mit der engsten Kundenbindung und der höchsten fachlichen Hürde. Eine formstabile Linse anzupassen, verlangt Spaltlampenbeurteilung, Topografie und die Bereitschaft, so lange nachzujustieren, bis es sitzt — dafür kommt diese Kundschaft über Jahrzehnte wieder. Ortho-K, Keratokonusversorgung und Sklerallinsen sind die Königsdisziplinen und in vielen Regionen von wenigen Betrieben überhaupt angeboten. Wer diese Anpassungen beherrscht, ist auf dem Arbeitsmarkt unmittelbar knapp; wer sie lernen will, sollte gezielt nach Betrieben suchen, die eine eigene Kontaktlinsenabteilung führen.
Im nahen Ostalbkreis liegt der wichtigste Ausbildungs- und Industriestandort des Gewerks in Deutschland: Dort bildet eine Hochschule akademisch in Augenoptik und Optometrie aus, und dort fertigt einer der weltgrößten Brillenglashersteller. Absolventinnen und Absolventen suchen ihre erste Stelle typischerweise im Umkreis — für Betriebe der Region ein Vorteil, für Bewerber ein dichter Markt.
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